Am Wochenende des 16. / 17. Juli wurde in Niagara-On-The-Lake dem Angriff der amerikanischen Streitkräfte auf Fort Gerorge im Jahre 1813 gedacht. Der Angriff stellte ein wichtiges Ergeignis im Krieg von 1812 gegen die Vereinigten Staaten statt.
Rund um dieses Ereignis gab es jede Menge Programmpunkte, die etwas an die bei uns so beliebten Ritterspiele erinnerten. Naja, und da es hier nun einmal keine Ritter gab, muss man sich halt eine andere Epoche der Geschichte für diese Art von Festen aussuchen.
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| Zu diesem besoneren Anlass kamen eine große Anzahl an Hobby-Historikern zu Fort George. Es gab einen richtigen kleinen Markt, dessen Stände stilecht in Zelten untergebracht waren. | Im Fort gab es dann Demonstationen der Techniken und Waffen aus der Zeit um 1812. |
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| Auch die Angriffsweisen der Kavallerie wurden demonstriert. | Natürlich musste der Reiter auch in der Lage sein, vom Rücken des Pferdes aus zu schießen. - Ob das dem Pferd so toll gefallen hat ... ? |
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| Auch die Kamptaktiken der Infanterie wurden vorgeführt und erklärt. Beim dem ganzen Qualm der Waffen kann man auch verstehen, warum die Soldaten so leuchtende Farben getragen haben - schließlich kann es in der Schlacht lebenswichtig sein, zu wissen wo Freund und wo Feind ist. Die roten Uniformen der Engländer sollten weiterhin der Abschreckung dienen: Hier kommen wir! | Kanonenschüsse gehörten natürlich auch zum Programm. |
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| Ein paar frühe Pioniere sitzen gemütlich vor ihren Hütten. | |
Der Krieg von 1812
Die Amerikaner, gerade die brittischen Truppen auf ihrer Seite der Grenze los geworden, betrachteten die brittischen Truppen in den kanadischen Provinzen voller Unbehagen. Nach langer Stimmungsmacherei gegen Kanada bekamen die Kriegsbeführworter im Juni 1812 schließlich genug Stimmen im US-Parlament zusammen, um dem nördlichen Nachbarn den Krieg zu erklären.
Zwar verfügten die Britten über eine deutliche Überlegenheit auf dem Wasser, aber auf dem Land sah es nicht so gut aus, vor allem da es eine sehr lange Grenze zu verteidigen gab und viele Kanadier die Invasionstruppen als willkommene Befreier empfingen. Man hatte von den gloreichen Ereignissen auf der anderen Seite der Grenze gehört.
Trotz ihrer Überlegenheit taten sich die Amerikaner sehr schwer, was vor allem an der mangelnden Disziplin ung Moral der Soldaten gelegen hatte.
Am 25. Mai des Jahres 1813 eröffneten die amerikanischen Streitkräfte ein kombiniertes Kanonenfeuer auf Fort George. Durch Beschuss von auf der gegenüberliegenden Flussseite stationierten Kanonen, Fort Niagara (ebenfalls amerikanisches Ufer) und bewaffneten Segelschiffen wurde das Fort empfindlich geschädigt und brannte bis auf die Pulverkammer, die als einziges Gebäude nicht aus Holz gebaut war, vollständig ab.
Der brittische kommandierende Offizier Brigadier General John Vincent war sich bewusst, dass eine amerikanische Invasion kurz bevor stehen würde. Er wusste jedoch nicht wo die Amerikaner übersetzen würden: Am Seeufer des damaligen Niagara (heute Niagara-On-The-Lake) oder am Flussufer bei den Überresten von Fort George.
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| Unter dem Schutze dichten Nebels landeten in den frühen Morgenstunden des 27. Mai 1813 etwas 4000 amerikanischen Soldaten an den Ufern Niagaras. | Der Nebel lichtet sich jedoch recht bald und die brittischen Soldaten bereiten sich auf die Verteidigung des Ufers vor. |
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| Die Schlacht um Niagara tobt und immer mehr amerikanische Streitkräfte erreichen, von heftigem Kanonenfeuer der Schiffe aus unterstüzt, das Ufer. - Seit Filmen wie 'Der Patriot' fragt man sich ja oft, wieso die früher so komisch in engen Linien standen und aufeinander geschossen haben. Es wurde aber erklärt, dass mit den damaligen Waffen kaum weiter als 100m geschossen werden konnte und dass sie selbst auf kurze Entfernung sehr ungenau waren, so dass man die besten Chancen auf einen Treffer hatte, wenn man Schulter an Schulter stand, und alle in die selbe Richtung zielten. - Hier kamen natürlich nur 'blank shots' zum Einsatz. | |
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| Die amerikaner nehmen die brittischen Stellungen unter Feuer. | Die brittischen Verteidiger werden mehr und mehr zurück gedrängt. |
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| Und werden schließlich zum Rückzug gezwugen. | Während sich die siegreichen Amerikaner weiter auf den Weg zum Fort machen. |
Das anschließende Gefecht um Fort George hat so wohl nicht statt gefunden. Es ist eher eine freie Interpretation der Geschehnisse um 1813. - Es könnte auch als eine Darstellung des Angriffes auf Fort Erie im Süden gesehen werden, das wohl tatsächlich von amerikanischen Streitkräften angegriffen und erobert wurde.
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| Der Angriff der amerikansichen Verbände in den frühen Abendstunden beginnt mit einem lauten Kanonenbeschuss der Fortanlage. | |
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| Leichte Infanterieeinheiten werden zum Erkunden der Lage vorausgeschickt ... | ... treffen jedoch bald auf feindliche brittische 'Rotöcke', von denen sie unter Beschuss genommen und zum langsamen Zurückweichen gezwungen werden. |
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| Mit dem Untergehen der Sonne rücken die brittischen Soldaten unter heftigem Feuer weiter vor. - Der aufsteigende Qualm der explodierenden Schießpulverladungen in den Musketen verhüllt die Sicht. | |
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| Verhüllt in diesem 'Nebel des Krieges' rücken weitere amerikanische Verbände auf das Feld vor ... | ... und eröffnen ihrerseits das Feuer. |
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Mit Einsetzen der Dunkelheit werden die Britten zum Rückzug
gezwungen.
Das Fort ist gefallen. Im August 1814, kurz vor Ende des Krieges, sollten die Kanadier jedoch in Washington einmarschieren. Der Krieg ging vor allem desshalb schnell zu Ende, da die Amerikaner kein stehendes Heer hatten und die Soldaten im Herbst nach Hause gingen, um ihr Ernte vom Fled zu holen. Für sie gab es noch wichtigere Sachen als die Machtbestrebungen ein paar hoher Herren im Parlament. - Der vorkriegs Grenzverlauf im Osten wurde wieder hergestellt. Im Westen einigte man sich auf eine gerade Grenze, die sich am 49. Breitengrad orientieren sollte. |
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| Am Ende gab es noch eine kleine musikaliche Darbietung. | Ein Teil der 'Zeltstadt' der Teilnehmer. |