Zu Besuch bei den kanadischen Ureinwohnern
Ausser den Erfinder des Telefons konnte man in Brandfort auch noch die Rekonstruktion eines Indianerdorfes besichtigen. Der Stamm wurde von den europäischen Einwanderern als der Stamm der Mohawks bezeichnet.
| Die Mohawks waren ein sesshafter Indianerstamm im Gegensatz zu den nomadischen Stämmen der Praerie. Ihr Lager war von einer Holzpalisade umgeben und hinter dem Tor musste erst ein kleines Labyrinth durchschritten werden. | Das Rundhaus war das zentrale Gebäude der Siedlung. Die Wände waren aus Rinde gefertigt und mit einem Geflecht aus Ästen befestigt. |
| So sah es im Inneren des Rundhauses aus. Es diente als zentraler Platz zum Essen und zum Schlafen. | Das halbeingegrabene Vorratshaus |
Am Wochenende meines Besuches in Brantfort fand auch das Pow Wow statt. Dabei handelt es sich um eine ganze Serie von Veranstaltungen der Ureiwohner in Kanada und den USA. In Brandfort fand ein Wettbewerb im Indianertanz statt und es ging dabei um nicht weniger als um den 'Grand River Champion of Champions Pow Wow'.
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| Die Veranstaltung fand in einer extra zu diesem Anlass mit Holztribünen umgebenen Arena statt. Dort wurden nacheinander die Wettkämpfe in den verschiedensten Tanzrichtugen ausgetragen. Den Anfang machten die Damen in der 'Fancy Fashion' Disziplin. | |
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| Da es eine recht große Gruppe war, wurden hier zwei Durchgänge durchgeführt, um den Tanzrichtern genug Zeit zu geben, sich einen Eindruck von dem Gebotenen zu verschaffen. | Nach den Damen kamen die Herren in der Disziplin 'Fancy Fashion' an die Reihe. |
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| Nach dem Durchgang kamen alle kurz zusammen und die Tanzrichter konnten die Nummern der Tänzer notieren. Bewertet wurde vor allem die Rythmik der Bewegungen und das punktgenaue Stillstehen am Ende des von einer Band vorgetragenen Stückes. | Danach kamen wieder die Damen an die Reihe, diesmal in der Disziplin 'Jingle'. An den Kleidern waren kleine Glöcken befestigt, die zu den rythmischen Bewegungen der Tänzerinnen klingelten. |
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| Es folgte der Grastanz der Männer, bei dem es etwas flotter zur Sache ging als bei dem Jingle Tanz. | Der traditionelle Tanz der Damen wurde sehr langsam getanzt und bestand fast nur aus leichtem in-die-Knie-gehen zum Takt der Musik. |
| Es folgte der traditionelle Tanz der Männer. Wie bei den Damen entsprach dieser Tanzstil eher dem, was wir so mit Indianertanz assizoieren: Es wurde viel mit den Knien gearbeitet und immer wieder zwischen tiefer und aufrechter Tanzhaltung gewechselt. Ein Tanzstil hatte dann auch den Namen 'Duck and Dive'. Gelegentlich waren in den Tanz auch Szenen aus der Jagd mit eingeflochen wie etwa das Spannen eines Bogens oder das Stechen mit dem Speer. | |
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| Auch beim Traditionellen Tanz waren die Teilnehmer toll kostümiert. | Es folgte der 'Smoke Dance', der mir mit am
besten gefallen hat. Die Musik bestand hier aus langsamen und dann wieder
sehr schnellen Phasen, was mit schnellen Tanzbewegungen einherging. -
Überhaupt ist der Tanzwettbewerb im alten indianischen Sinne nicht
zwischen Tänzer und Tänzer zu verstehen, sondern der Wettbewerb besteht
zwischen dem Tänzer und dem Musiker.
Musiker: "Kannst du zu meiner Musik tanzen?" Tänzer: "Ich kann zu allem tanzen was du zu bieten hast." |
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| Die verschiedenen Tanzstile gab es in den verschiedensten Alterskategorien. Hier sind die Jugen (Altersstufe 6-12) der 'Fancy Fashion' Gruppe dran. | Auch die Mädchen (6-12) durften sich im 'Fancy Fashion' Tanz beweisen. |